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Kursnummer: 181-20020

Info: Wenn wir darüber reden, dass Kinder Grenzen benötigen, Eltern Grenzen setzen sollen oder jemand unsere Grenzen überschreitet, reden wir über eine „virtuelle Zone“ die von unserer Komfortzone weit weg ist. Unklare Grenzverhältnisse machen unsicher und bewirken Ängste. Aber Grenzen sichern nicht nur – sie engen auch ein, sie „begrenzen".
Als Pädagogen wissen wir, dass keine Entwicklung möglich ist, ohne Grenzen zu überschreiten.
Es benötigt Mut, das allererste Mal auf einen Baum zu klettern – und macht stolz.
Was bewirkt es in uns, wenn wir unsere eigenen Grenzen überschreiten?
Was geschieht, wenn es uns nicht gleich beim ersten Mal gelingt?
Was können Führungskräfte tun, um in diesem Sinne Teamentwicklung zu ermöglichen?
Mit dem Kinderschutzgesetz sind Pädagogen zu Grenzüberschreitungen verpflichtet, die Fingerspitzengefühl verlangen: Mit ihrem Handeln dringen sie tief in familiäre Privatzonen ein.
Wie kann es gelingen, die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind zu würdigen, wenn diese in ihrer Mutterrolle völlig zu versagen scheint? Wer traut sich einzugreifen, wenn eine Kollegin einem Kind gegenüber handgreiflich wird? Dürfen Mitarbeiter darüber reden, wenn „klein Anton“ sie mal wieder „auf 180“ gebracht hat?
Kinder bringen ihre Bezugsmenschen täglich an ihre Grenzen. Sie fragen einem Löcher in den Bauch, sagen unverblümt ehrlich, wenn sie eine neue Frisur hässlich finden und wecken subtile Erinnerungen an die eigene Kinderzeit. Sie fordern ihre Bedürfnisse unmittelbar ein und können in Weltuntergangsstimmung geraten, wenn ihre Erwartungen nicht erfüllt werden.
„Klein Mia will nur Grenzen testen!“ gehört zum meistverwendeten Vokabular von Erzieherinnen.
Dürfen Kinder Nein! sagen? Wer nimmt wahr, wenn ein Kind den Blick abwendet, nicht auf den Arm genommen werden will, sich die Ohren zuhält? Können Kinder in der Kita ihre Grenzen schützen, haben sie Rückzugsräume und respektieren PädagogInnen die Grenzen der Kinder?
Gerade pädagogische MitarbeiterInnen in Kitas neigen dazu, persönliche Grenzen zu übergehen.
Sie sind feinfühlig und einsatzbereit – auch nach Feierabend –, haben hohe Erwartungen an ihre eigene Arbeitsleistung und bauen liebevolle und mitfühlende Beziehungen zu den Kindern auf.
Ein achtsamer Umgang im Team, Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen, erholsame Mittagspausen
oder auch nur eine Tasse Tee zwischendurch: Wie können grenzachtende Rahmenbedingungen für Mitarbeitende in Kitas geschaffen werden, woran werden Grenzverletzungen sichtbar und welche Auswirkungen haben Grenzüberschreitungen im Team auf den pädagogischen Alltag in der Kita?
Der Reflexionstag lädt MitarbeiterInnen von Kindertageseinrichtungen ein, mit etwas Abstand die Grenzen ihrer Kita und den kleinen und großen Menschen darin zu hinterfragen und Ideen für neue Handlungsweisen und Wertungsmöglichkeiten zu erkunden. Grenzen sind nicht so unwandelbar, wie wir manchmal glauben. Und so geht es vor allem darum, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen: Um Grenzgänge sinnvoll zu gestalten.
Susanne Buchholz, Jg.1974; selbstständige Referentin (Hochsensibilität, Partizipation, Singen mit Kindern), pädagogische Fachberaterin, zertifizierte Multiplikatorin für Beobachtung und Dokumentation und Stimmbildnerin des Landesmusikrates SH für Erzieherstimmbildung

Kosten: 101,00 €

Anzahl Termine: 1

Kostenfreie Abmeldung bis zum: 31.01.2018

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Datum Zeit Straße Ort
Donnerstag, 15.02.2018.. 10:00 - 17:00 Uhr Bornkampsweg 36 Allmende Seminarraum

 

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